Französische Marktteilnehmer haben sich auf neue Qualitätskriterien für ihre Kassamarkt-Kontrakte geeinigt. Damit will Frankreich, der größten Weizenexporteur der Europäischen Union, einen Anreiz für bessere Qualitäten schaffen, sagen heute Verbandsvertreter von Intercerales.
Intercerales hat bereits letzte Woche die neuen Handelsbedingungen adoptiert und darin auch Proteingehalte festgelegt. Das Fehlen dieser Angabe war zuletzt ein Manko französischer Kontrakte im internationalen Weizenhandel. Jahrelang waren die Eiweißgehalte in Frankreich rückläufig und im letzten Jahr kam noch hinzu, dass auch niedrige Fallzahlen ein Problem bereiteten, da die Ernte verregnete.
Es gab schon seit 1999/2000 mehrere Versuche, allgemeine Qualitätskriterien für die französische Getreidebranche festzuschreiben -bisher alle ohne Erfolg. Die aktuelle Qualitätstabelle, die noch aus dem Jahr 2004/05 datiert, beinhaltet drei Kriterien, diese umfassen aber kein Spezifisches Gewicht.
Ab dem 01. Juli wird französischer Weizen auf freiwilliger Basis in folgende vier Kategorien unterteilt:
Premium (A1) 11,5, 170,77,240, Superior (A2) 11,-,76,220 , Medium (A3)10,5,-,-,170, sowie Access (A4) tbs,-,-,-. Alle Angaben sind Minimalwerte.
Der durchschnittliche Proteingehalt der französischen Weizenernte in 2014 wurde mit 11,1 % festgestellt. Das war der niedrigste Wert seit 2009 und man befürchtet schon, dass es die Minimum-Kriterien der großen Käufer am Weltmarkt nicht erfüllt.
Das durchschnittliche Spezifische Gewicht wurde mit 76,3 kg/hl festgestellt. Nur knapp die Hälfte aller Proben hatte eine Fallzahl von 220, in 2013 waren es noch 99 %.