Die gute weltweite Weizenversorgung sowie die starke Konkurrenz und das hohe Tempo der europäischen Weizenexporte ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Mit insgesamt 418.900 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Zahlen im Rahmen der Markterwartungen (300.000 - 500.000 Tonnen). Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Moskau macht keine Ausnahmen bei der Zollerhebung auf Getreideausfuhren, das sagte gestern der russische Agarminister mit Blick auf eine Anfrage Ägyptens. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit leichten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizennotierungen ebenfalls mit Verlusten. Strategie Grains erhöhte seine Prognose der EU Weichweizen-Exporte für die Saison 2014/15 auf 35,0 Mio. Tonnen (vorherige Prognose: 32,5 Mio. Tonnen). Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 626,000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 19,015 Mio. Tonnen. Zur selben Zeit im Vorjahr waren es 18,508 Mio. Tonnen.