Negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie die Tatsache, dass Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC die US-Weizen-Offerten zur Lieferung Ende April wegen zu hoher Forderungen zurückwies, ließen die Weizennotierungen in Chicago gestern mit Verlusten schließen. Am Abend brachte Ägypten eine neue Weizenausschreibung diverser Herkünfte auf den Weg. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Russlands Agrarminister Fyodorov erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass man den Zollsatz auf Weizenexporte überprüfen werde, wenn die Februar-Exportzahlen vorliegen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas schwächer. Aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee gaben auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen nach. FranceAgriMer reduzierte seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 4,34 Mio. Tonnen (Januar-Prognose) auf 3,63 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das allerdings immer noch ein Anstieg der Endbestände um 54,4%.