Ein fester US-Dollar zum Euro, schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Russlands Landwirtschaftsminister Nikolai Fyodorov schätzt die russische Getreideernte 2015 auf bis zu 100 Mio. Tonnen (2014: 104 Mio. Tonnen). Die letzte Prognose aus dem russischen Landwirtschaftsministerium, die am 4. Februar veröffentlicht wurde, lag bei 85,0 - 100,0 Mio. Tonnen Getreide. Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft zum Preis von $241,50/Tonne c&f. Die Versendung erfolgt in der zweiten Junihälfte.
Die e-CBOT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures aufgrund des schwachen Euro trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und die Kurse schlossen uneinheitlich.