Der starke US-Dollar zum Euro, technische Verkäufe sowie Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für abermals deutliche Abschläge. Die UN Landwirtschaftsorganisation hat in seinem gestern veröffentlichten Bericht die Erwartung für die weltweite Weizenernte 2015 nochmals um 3 Mio Tonnen auf nun 727 Millionen Tonnen angehoben. Auch die Prognose der weltweiten Weizenendbestände wurde mit 199 Mio. Tonnen um 6,5 Mio Tonnen erhöht. Mit insgesamt 507.600 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT fast unverändert. Am Pariser Matif konnten sich die Weizenfutures nicht den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 505.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 21,328 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 20,759 Mio. Tonnen).