Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse schlossen infolge technischer Käufe sowie zu trockener Wetterbedingungen in Teilen Kansas und Oklahomas, den Hauptanbauregionen für Hard-Red-Winter Wheat, mit guten Gewinnen. Mit insgesamt 493.200 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse auf nahezu unverändertem Niveau. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von sehr hohen EU-Weizenexporten sowie den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 1,594 Mio. Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 22,922 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 21,330 Mio. Tonnen). Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte seine Prognose der EU-Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2015/16 um 2,5 Mio. Tonnen auf 30,0 Mio. Tonnen.