Der schwächere US-Dollar zum Euro, Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie trockene Wetterausssichten in einigen US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektionen lagen mit 511.069 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 425.000 - 575.000 Tonnen. Das USDA meldet, dass sich 44% der Winterweizenbestände in Oklahoma in einem guten Zustand befinden (Vorwoche: 40%). In Texas liegt der Anteil bei 55% (Vorwoche: 51%) Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli (VM 2015/16) ausgeschrieben. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen den guten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben leicht nach. Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) prognostiziert die Weichweizenerträge 2015 in der EU auf 5,79 Tonnen/Hektar (-4,8% zum Vorjahr).