Technische Verkäufe, enttäuschende wöchentliche Exportzahlen, ein wieder stärkerer US-Dollar zum Euro sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit kräftigen Verlusten schließen. Mit insgesamt nur 181.700 Tonnen US-Weizen lagen die Exportzahlen hinter den Markterwartungen von 200.000 - 400.000 Tonnen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kauft per Tender 450.000 Tonnen Weizen (zum Teil französischer Herkunft) zur Lieferung im Juli. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 9.000 Kontrakte. Die e-CBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris gaben die Weizenfutures im Zuge der schlechten Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen nach und schlossen mit deutlichen Verlusten. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 721.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 24,423 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 22,683 Mio. Tonnen). Der europäische Getreideverband Coceral schätzt die EU-Weichweizenernte 2015 auf 138,6 Mio. Tonnen (VJ: 148,3 Mio. Tonnen).