Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, der schwächere US-Dollar zum Euro sowie enttäuschende Ergebnisse bei den Feldbesichtigungen in Kansas ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Gewinnen schließen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Durum Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal fester. Nach den kräftigen Kursverlusten der letzten Tage folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten zulegen. Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der EU-Weichweizenernte 2015 von 141,1 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 141,6 Mio. Tonnen erhöht. 2014 wurden in der EU-28 148,2 Mio. Tonnen Weichweizen geerntet. Die Bestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2015/16 wurden von 16,2 Mio. Tonnen auf 15,0 Mio. Tonnen reduziert. Hauptsächlich aufgrund des Anstiegs des Verbrauchs beim Futterweizen um 1,5 Mio. Tonnen.