Technische Verkäufe nach den kräftigen Zugewinnen vom Vortag ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Verlusten schließen. Die Sorge um übermäßige Regenfälle in den südlichen US-Plains sowie Wettervorhersagen über Temperaturen nahe am Gefrierpunkt in den nördlichen US-Plains begrenzten das Abwärtspotenzial. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT etwas fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen moderat nach. Das Beratungsunternehmen Strategie Grains senkt die Exporterwartungen der EU aus der Ernte 2015/16 deutlich. Die Wettbewerber aus der Schwarzmeer Region bilden insbesondere für den Top-Exporteuer der EU, Frankreich, eine starke Konkurrenz. In ihrem monatlichen Bericht schätzt Strategie Grains das Exportpotential der EU auf 28,6 Mio. Tonnen. Das sind 2,6 Mio. Tonnen weniger als in der vorherigen Schätzung. Die russische Regierung informierte am Freitag die Öffentlichkeit über den Beschluss, den Ausfuhrzoll auf Weizenlieferungen ab sofort aufzuheben.