Die Anhebung der Weizen-Bestandsschätzungen, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Auf 1,525 Mrd. Bushel bezifferte das USDA die US-Lagerbestände (Quarterly Grain Stocks) per 1. Dezember 2014. Analysten prognostizierten im Vorfeld ein Ergebnis in einer Spanne von 1,400 - 1,585 Mrd Bushel. Mit 687 Mio. Bushel ebenfalls im Rahmen der Markterwartungen (636 - 699 Mio. Bushel) lag die USDA-Schätzung der US-Weizenendbestände 2014/15. Die Schätzung der Welt-Weizenendbestände wurde vom Ministerium auf 196 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose: 194,9 Mio. Tonnen) angehoben. Damit lag sie am oberen Rand der Markterwartungen von 190 - 196 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 5.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach.