Feste weltweite Weizenpreise sowie eine russische Exportsteuer ab dem 1.Februar lassen Indiens Exporteure darauf hoffen, dass der Weizenexport aus dem südasiatischen Land nach einer 6-monatigen Pause wieder anspringt. Bislang wird Weizen aus der EU aber noch billiger offeriert.
Indien, weltweit der zweitgrößte Weizenproduzent, könnte bald mit seinem Weizen wettbewerbsfähig werden, wenn Russland als Lieferant ausscheidet. Die Qualitäten aus beiden Ländern werden von Händlern aus Neu Delhi als gleichwertig bezeichnet. Sie schätzen, dass in der Zeit zwischen Februar und Juli 2015 bis zu 2 Mio. Tonnen verkauft werden können. Gemessen am gesamten Welthandel mit Weizen, der pro Jahr 160 Tonnen ausmacht, ist das wenig, für einige asiatische Mühlen ist das Angebot aber dennoch interessant. Importeure aus Vietnam, Malaysia und Bangladesch haben einen Frachtvorteil von gut $15/Tonne gegenüber den Lieferungen aus Europa. Indische Staatsläger sind mit 25,1 Mio. Tonnen dreimal so voll, wie geplant.
Landwirte erhalten vom indischen Staat $230/Tonne und damit 3,7 % mehr als im Vorjahr. Exporteure haben zurzeit Offerten von $270/Tonne fob Tiefseehafen vorgelegt, wohingegen französischer Weizen für $248,94 bis 250,25/Tonne gehandelt wurde. Australischer Standard-Weizen wurde zuletzt mit $270/Tonne und ukrainischer Weizen für $265/Tonnen gehandelt.
Indien hat für asiatische Käufer noch den Vorteil, dass auch kleinere Einheiten in kurzer Zeit verfügbar sind.