In Indiens Soja- und Rapsschrotexporte werden voraussichtlich in dem laufenden Wirtschaftsjahr, das Ende März endet, um 40 % fallen, da Japan und der Iran sich jetzt der günstigeren Offerten aus Südamerika bedienen. Die Kurse für Sojaschrot orientieren sich an den Terminkontrakten der CBoT, die in 2014 fast um 17 % verfallen sind.
In den kommenden Monaten erwarten die indischen Verkäufer keine wesentliche Nachfrage aus Japan und dem Iran, da Indien schlichtweg zu teuer ist. Die Offerten liegen $40 bis$50/Tonnen über den amerikanischen Preisen. In 2013/14 exportierte Indien 4,3 Mio. Tonnen Ölmehle, davon 2,8 Mio. Tonnen Sojaschrot. Im Januar 2015 fielen die Exporte um 53 % im Vorjahresvergleich. Betrachtet man die Sojaschrotexporte allein, dann sind es sogar 71 %.
Indiens Sojaschrotexporte fallen damit auf ein 26-Jahres-Tief, da die internationalen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegen den Iran, dem Top-Käufer für indisches Ölschrot, aufweichen. Sojafarmer in Indien wollen ihre Ernte aber nicht billiger verkaufen und warten auf bessere Preise. Seit der Aussaat waren die Erzeugerpreise um ein Viertel gefallen.
Die Rapssaatexporte fielen im Januar um 21 % gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr. Hier war Süd Korea bisher der größte Kunde. Auch die anderen Käufer wie Vietnam, Thailand und Indonesien haben ihre Käufe in Indien eingeschränkt.
