größte zentralasiatische Getreideproduzent Kasachstan plant den Angaben seines Landwirtschaftsministers Asylzhan Mamytbekov zufolge keine Exportbeschränkungen bei Getreide. Die kasachische Währung Tenge ist ähnlich wie der russische Rubel wegen des stark gesunkenen Ölpreises unter Druck geraten. Die Farmer sollen in die Lage versetzt werden, von den hohen globalen Getreidepreisen zu profitieren, sagte der Minister am Mittwoch in Astana. So können sie ihre schlechte Gewinnsituation diese Jahr teilweise kompensieren.
Kasachstan exportiert 7 Mio. Tonnen Getreide pro Jahr, davon sind in dieser Saison bereits 3 Mio. Tonnen verladen. Die Getreideernte mit 17 Mio. Tonnen war vom Regen in der Erntezeit beeinträchtigt.
Dem Minister zufolge wird Kasachstan nicht von den russischen Exportbeschränkungen profitieren, da man andere Kunden bediene, wie seine Ex-Sowjet-Nachbarn in Zentralasien, dem Kaukasus, sowie China und dem Iran. Mit russischem Weizen hingegen werden traditionell Nordafrikanische Länder und im Mittleren Osten versorgt. Diese Länder können nun möglicherweise aus der Europäischen Union bedient werden.