Die EU empfiehlt eine vorläufige Deckelung der Beimischung von aus Pflanzen hergestellter Bioenergie auf 7 %. Ein entsprechender Gesetzentwurf der EU-Kommission wird jetzt dem EU Parlament und den Mitgliedsstaaten als Beschlussempfehlung vorgelegt. Bisher galten Biopflanzen als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen, inzwischen werden Bedenken darüber geäußert, dass mehr Gefahren als Vorteile davon ausgehen.
Der gestern gefundene Kompromiss markiert den Anfang einer neuen EU-Gesetzgebung, obwohl noch weitere Zustimmungen eingeholt werden müssen. Das Umweltkomitee des EU-Parlaments wird am 14. April über den Vorschlag beraten, bevor das Europaparlament darüber abstimmen kann.
Die aktuelle Beschlusslage der EU-Mitgliedsstaaten besagt, dass bis 2020 10 % des Energieeinsatzes für Transporte aus erneuerbaren Energien kommen sollen. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass pflanzenbasierte Bioenergie, beispielsweise aus Mais und Rapssaat, mehr Schaden als Gutes tun. Abgesehen von steigenden Lebensmittelpreisen, führt ein größerer Flächenbedarf weltweit zur Abholzung von Waldflächen, was die Emissionen von Klimagasen fördert.
Befürworter neuer Energien der neueren Generation, die aus Meeresalgen und Abfall Bioenergie gewinnen wollen, hatten auf noch engere Grenzen durch den Gesetzgeber gehofft. Auch das EU-Parlament plädiert für ein 6 % - Limit. Die EU-Kommission hat sich nun aber für 7 % ausgesprochen, um die Investoren in der Biodiesel-Branche zu schützen und um dort keine Arbeitsplätze zu gefährden.