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02.15
12:35

Mais als billiges Futter zum Wiederaufbau der US-Rinderherde

Die Rinderherde in den USA ist im letzten Jahr auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren geschrumpft. Rancher zögern mit dem Wiederaufbau aus Angst vor wiederkehrende Trockenheit und der Befürchtung, dass der Konsum aufgrund hoher Fleischpreise zurückgeht.
Nach jahrelanger Trockenheit, die in 2011 ihren Höhepunkt hatte, mussten Rinderzüchter ihre Viehbestände aufgrund von Futtermangel schlachten. Nachdem in den letzten Monaten die Maispreise stark verfallen sind, hat der Wiederaufbau der Herden wieder zögerlich begonnen.
Terminkontrakte auf Mastrinder notieren aktuell 20 % höher als vor einem Jahr, während Maisfutures um 13 % tiefer notieren – siehe Grafik.
Inzwischen ist der US-Rinderbestand per 1. Januar um 1 % auf 89,8 Mio. Mastrinder gestiegen, was Prognosen von Analysten Lügen straft. Sie hatten erst 2016/17 mit einem größeren Fleischangebot gerechnet. Der Viehbestand ist zwar größer als 2013/14 aber immer noch der kleinste seit 1952.
33 % der Südstaaten in den USA (Texas, Oklahoma…) leiden immer noch unter Trockenheit, im letzten Jahr waren es noch 37 %. 8,7 % der Flächen werden sogar als extrem trocken und außerordentlich trocken ausgewiesen. Es wird bis 2018/19 dauern, bis der Viehbestand in den USA den früheren Bestand wieder erreicht hat, so ein Wissenschaftler der Oklahoma State University.
So lange werden die Preise für Rindfleisch hoch bleiben, was sich negativ auf den Konsum auswirkt. Der US-Konsument kaufte in 2014 durchschnittlich 24,6 kg Rindfleisch, gegenüber 25,5 kg in 2013. Für 2015 wird ein weiterer Rückgang auf 23,9 kg/Kopf erwartet.
Einige Schlachthöfe mussten bereits schließen oder stehen kurz davor. Andere Schlachthöfe konnten noch von erhöhten Schlachtungen von Milchkühen profitieren, deren Bestand aufgrund sinkender Milchpreise ebenfalls gesunken ist.

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