China importiert immer mehr Mais Substitute, wie Distillers Dried Grains (DDGs), Gerste und Sorghum, da die Käufer nach billigen Alternativen zu dem heimischen Mais Ausschau halten, der durch die staatliche Intervention den Futtermittelherstellern zu teuer ist. Die Preise für chinesischen Mais liegen ca. 30 % über dem Weltmarktniveau.
Die Gerstenimporte in der Saison Okt/Sept 2014/15 werden gegenüber dem Vorjahr um 40 % auf 7 Mio. Tonnen steigen und Sorghum Importe werden sich auf 8,1 Mio. Tonnen verdoppeln, so das chinesische Getreide-Informationscentrum (CNGOIC). Bisher wurde lediglich Braugerste zur Herstellung von Bier importiert, in 2014 aber auch erstmals zur Herstellung von Futtermitteln. Auch Sorghum wird traditionell zur Herstellung von Alkohol eingesetzt, seit 2013 aber auch als Futterzusatz.
In den zentralen Regionen der chinesischen Futtermittelindustrie setzen einige Mühlen bis zu 2/3 dieser preiswerten Substitute statt Mais ein. Sie ersetzen damit rund 20 Mio. Tonnen Mais. Das sind 17,6 % mehr Substitute als im Vorjahr. DDGs Importe werden wieder im zweiten Quartal dieser Vermarktungsperiode zum Einsatz kommen, nachdem China entschieden hat, auch genetisch modifizierte Maissorten zum Import zuzulassen.
China hat in dieser Woche damit begonnen, Mais aus den staatlichen Interventionslägern zu verkaufen, um die Rekordbestände abzubauen.