Die Kurse der Mais-Futures in Chicago legen zur Stunde leicht zu und der Markt ist am dritten Tag in Folge auf festem Kurs, da ungünstige Vegetationsbedingungen in den USA und die starke weltweite Nachfrage Bedenken hinsichtlich des Angebots aufkommen lassen.
Sojabohnenkurse stehen vor ihrem größten wöchentlichen Gewinn seit über einem Monat, während Weizen seit zwei Wochen in Folge höher notiert.
"Es gibt einige Bedenken hinsichtlich des US-Wetters, aber es ist zu früh, um sich Sorgen zu machen, da die Feldarbeiten gerade erst begonnen haben", sagte ein in Singapur ansässiger Händler.
Die Maispreise sind aufgrund der Erwartung einer kleiner als erwarteten Aussaatfläche und kaltem Wetter in den USA auf ein Mehrjahreshoch gestiegen.
Hohe Preise veranlassen die Landwirte jedoch zum zügigen Verkauf ihrer Vorräte und so wird die gute Nachfrage am Weltmarkt bedient.
In China ist man auf der Suche nach alternativen Futtermitteln für Schweine und Geflügel. Das hat die Maisnachfrage ein wenig gedämpft und die Marktaussichten für Sojabohnenmehl und auch andere wichtige Komponenten, die vom riesigen Futtermittelsektor des Landes verwendet werden, getrübt.
Chinesische Futtermittelproduzenten haben in den letzten Monaten die Weizeneinkäufe stark erhöht, um Mais zu ersetzen. Die Prämie von Mais gegenüber Weizen ist um mehr als ein Drittel gestiegen. Ein seltenes Phänomen. Die Maisproduktion fällt in China kleiner aus und die staatlichen Lagerbestände sind in der vergangenen Saison geschrumpft.
Quelle
Hansa Terminhandel GmbH