Der größte Weizenimporteur Marokkos die Copagri beschleunigt den Umschlag von Importweizen im April im Vorfeld der angekündigten Anhebung der Importsteuer. Das verursacht allerdings eine angespannte Lage der liquiden Mittel des Unternehmens. Der Importzoll für Weizen soll im Mai auf 75 % steigen, seit Oktober waren es 17,5 %. Die lokale Ernte soll damit geschützt werden.
Das nordafrikanische Land erwartet in dieser Saison eine Rekordernte von 11 Mio. Tonnen Getreide, davon 5,5 Mio. Tonnen Weichweizen. Importe sind nötig, um die gewünschten Qualitäten aufzumischen.
Zurzeit gibt es einen Rückstau bei der Entladung von 23 Schiffen, die vor Marokkos Häfen auf Reede liegen. Davon sollen sieben Schiffe von Copagri gelöscht werden. Das Unternehmen hat Beobachtern zufolge Finanzierungsprobleme, da die marokkanischen Banken schon genügend schlechte Kredite vergeben haben und vorsichtig geworden sind. Copagri importiert ca. 30 % von Marokkos Weichweizen- und Durum-Bedarf von ca. 1,4 Mio. Tonnen Getreide im Jahr. Die Hälfte davon bezieht die eine Tochtergesellschaft der Mühlengruppe Fandy.