13.
01.15
17:00

Moskau behindert Getreide Exporte schon vor der Zollerhöhung

Seit dem Jahreswechsel hat Russland seine Getreideexporteure mit weiteren Beschränkungen überzogen. Bevor ab dem 1. Februar die Exportzölle um mindestens 35 Euro/Tonne erhoben werden, wird der Handel mit Getreide immer schwieriger, klagt heute ein Vertreter des Verbands der russischen Getreideexporteure.
Mit der Beschränkung der Getreideausfuhren beabsichtigt Moskau eine Stabilisierung der nationalen Getreidepreise, um die Verteuerung der Lebensmittel zu verhindern. Westliche Sanktionen nach der Krim-Krise sowie die Halbierung der Rohölpreise haben einen starken Verfall des Rubels nach sich gezogen und russisches Getreide am Weltmarkt verbilligt.
Inzwischen kommen die Ausfuhren immer öfter zum Erliegen, beschwert sich er Verband beim Minister. Die Behörden brauch viel länger, um die Ausfuhrpapiere zu erstellen, die benötigt werden, damit die Schiffe die Häfen verlassen können. Der Verband vertritt 75 % aller Exporteure und man befürchtet nun, dass nicht alles, was vor der Ankündigung der Exportzölle verkauft wurde, bis zum Monatsende ausgeführt werden kann.
Die größten Käufernationen für russisches Getreide sind die Türkei, der Iran sowie Ägypten, deren politische Stabilität sogar durch ausbleibende Getreideeinfuhren gefährdet werden kann. Nutznießer der prekären Lage könnte die EU werden und da in erster Linie Deutschland.

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