13.
02.15
10:00

Peking verordnet Enthaltsamkeit – Soja-Importe werden weniger stark wachsen

Die Schlaglöhne in Chinas Ölmühlen haben sich im Januar wieder positiv entwickelt, nachdem der Import von Sojabohnen kleiner ausfiel. Die Importmenge ist zu eher normalen Mengen zurückgekehrt, sagte heute Morgen Kuok Khoon Hong, Chef eines der weltweit größten Ölsaatenhändler Wilmar International.
China kauft mehr als 60 % aller Ölsaaten, die am Weltmarkt angeboten werden. Die Januar-15 Sojabohnenimporte betrugen 6,88 Mio. Tonnen. Im Dezember-14 waren es 8,53 Mio. Tonnen.
In den kommenden Monaten wird China – saisonüblich - mehr Sojabohnen aus Südamerika kaufen. Im letzten Vierteljahr waren die USA Hauptlieferant. Brasilien und Argentinien sind auf dem Weg zu einer Rekordernte, nachdem auch die USA im letzten Jahr ein Allzeit-Hoch in der Sojabohnenproduktion hatte. Das lastet natürlich auf die Preise.
Die Nachfrage aus China wird sich hingegen in den kommenden ein-zwei Jahren verlangsamen, da dem Markt von der Regierung in Peking Enthaltsamkeit verordnet wird. Die Nachfrage nach Sojaschrot habe sich schon verringert, sagt Kouk und erwartet, dass der Importbedarf weniger stark wächst.
Wilmar, der weltweite größte Palmölproduzent und bedeutendster Sojabohnenanbieter für China konnte seinen Gewinn im letzten Quartal 2014 aufgrund guter Zahlen aus dem Palmöl- und Zuckerbereich um 8,7 % steigern.

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