Nach einem Bericht des EU-Wissenschaftsnetzwerkes EASAC gibt es zunehmende Beweise für die negative Auswirkung von Neonicotinoide auf Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Im Herbst soll über die seit Dezember 2013 bestehende Restriktionen dieser Mittel neu entschieden werden. Laut Aussage der Wissenschaftler sind neben den Bestäubern auch zunehmend insektenfressende Vögel von den Auswirkungen betroffen. Brüssel hatte 2013 als Reaktion auf das Bienensterben die Nutzung der umstrittenen Insektizide in der EU stark eingeschränkt. Die Konzerne Bayer und Syngenta hatten gegen diese Entscheidung Klage eingereicht. Der Verband der Pflanzenschutzmittelhersteller ECPA zweifelt die EASAC-Studien an und nennt als Hauptgrund für das Bienensterben die Varroa-Milbe. Der EASAC-Bericht weist u.a. auf die wirtschaftliche Bedeutung der Bestäubung der Nutzpflanzen hin. Schätzungen zu folge liegt der Wert der Bestäubung bei 15 Milliarden Euro und der von natürlichen Schädlingsbekämpfern wie Marienkäfer und Vögeln weltweit pro Jahr bei etwa 90 Millarden Euro.