Kurz vor dem ersten USDA-Report des Jahres vermuten US-Analysten, dass die US-Maisbestände so hoch ausfallen, wie noch nie in einem Januarbericht. Unsicher ist man allerdings immer noch darüber, wie groß das USDA die Anbaufläche des letzten Jahres angibt und so könnte die heutige Zahl auch zu einer Überraschung werden.
Die Quartalszahlen des USDA sind das Ergebnis einer Bestandsabfrage sowohl auf den Betrieben der Farmer als auch des Erfassungshandels. Dieser Bericht hat das Zeug dazu, die Börsen kräftig durchzurütteln. Das gilt in diesem Jahr besonders für Mais. Diese Frucht stellt den größten Anteil der US-amerikanischen Getreideernte.
Reuters-Schätzungen per 1.Dezember 2014 für die US-Maisbestände liegen im Mittel bei 11,123 Mrd. Bushel in einer Bandbreite von 10,820 Mrd. Bushel bis 11,325 Mrd. Bushel. Darin enthalten ist die Ernte 2014 mit dem Anfangsbestand aus der Ernte 2013, abzüglich des Verbrauchs in den ersten drei Monaten der Vermarktungsperiode. Üblicherweise sind die Hektarerträge die ausschlaggebende Größe, außergewöhnlich ist in diesem Jahr aber die Unsicherheit über die Anbaufläche.
Die Schätzung für die US-Maisernte 2014 der von Reuters befragten Analysten beläuft sich auf 14,349 Mrd. Bushel das wäre eine Rekordernte liegt aber unter der letzten USDA-Schätzung. Die Expertenschätzung reflektiert bereits die Erwartung, dass das USDA die US-Anbaufläche für Mais um 300.000 acres absenken wird. Das könnte nach dem USDA´s Farm Service (FSA) immer noch zu viel sein, sodass am Ende eine kleinere Ernte herauskommt. Begründet wird das mit dem Flächenstilllegungsprogramm das sehr gut angenommen wird.
Zusätzlich zu den Lagerbeständen werden heute auch die endgültigen Zahlen über die US-Getreideproduktion für 2014 mit dem Monatsreport über die Weltendbestände sowie der Winterweizenanbaufläche bekannt gegeben.