Für die Weizenkontrakte an der Euronext/Matif ging es gestern spürbar nach unten. Zwar blicken die Landwirte in Frankreich und Spanien mit Sorge auf die Trockenheit auf ihren Feldern, in Teilen Deutschlands und vor allem in den osteuropäischen Staaten kamen nun aber ergiebige Niederschläge, weitere sind erwartet. Gleichzeitig drücken schwache EU-Exportzahlen auf die Preisfindung. Für Überraschung sorgte die Meldung des ukraninischen Analysehauses APK-Inform. Für die kommende Ernte erwartet APK-Inform eine Erntemenge von 17,1 Mio. Tonnen. Ausfuhren könnten deutlich gesteigert werden, wenn das Land die Kontrolle über die Exporthäfen zurückgewinnt. Politisch wird über eine "Free-Navigation-Mission" gesprochen, in dem westliche Marineschiffe ukrainischen Handelsschiffen Sicherheitsgeleit geben. Über den Landweg stellt sich der Export weiterhin schwierig dar. In den USA domminieren zudem Sorgen der Händler, dass die Nachfrage aufgrund des hohen Preisniveaus rückläufig sein könnte.
Vorbörslich zeigen sich an der CBoT auch heute Verluste.