Russlands Getreideexporte im April werden infolge gesunkener Gersteexporte und der Stabilisierung des Rubels von 1,7 Mio. Tonnen im März auf etwa 1,3 Mio. Tonnen sinken, so das Analystenhaus SovEcon. Russland ist einer der Top Weizenexporteure für Destinationen in Nordafrika und dem Mittleren Osten. Zur Abkühlung der Inlandspreise hat die russische Regierung Im Februar Exportzölle auf Weizen eingeführt.
Im März konnte Russland die Weizenexporte auf 467.000 Tonnen steigern (Februar: 447.000 Tonnen). Grund dafür sind Lieferungen in den Iran und an die Türkei. Für den Monat April liegt die Prognose von SovEcon bei etwa 450.000 Tonnen.
Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass die Zölle auf Weizenlieferungen mit dem Ende der Vermarktungsperiode 2014/15 eingestellt werden. Vom Landwirtschaftsministerium liegt ein entsprechender Antrag bei der russischen Regierung. Eine Entscheidung wird jedoch erst getroffen, wenn mehr Klarheit über die Größe der russischen Getreideernte herrscht.