In Russland sind die Weizenpreise in der vergangenen Woche weiter gefallen, nachdem die Exportbeschränkungen der Regierung noch vor der Zollerhöhung, die ab dem 1. Februar gilt, greifen.
Durch den Wertverlust des Rubels um 50 % gegenüber dem US-Dollar, war der russische Weizen am Weltmarkt so günstig zu haben, dass bereits zum Ende des Jahres 2014 fast die komplette Exportmenge verladen werden konnte. Um die nationale Versorgung nicht zu gefährden hatte Moskau diverse Maßnahmen ergriffen, die den Warenabfluss hemmen sollte damit die Preise für Grundnahrungsmittel in Russland nicht weiter steigen.
Gegenüber der Vorwoche sanken die Preise für Klasse III-Weizen um 200 Rubel pro Tonne auf nun 10.625 Rubel/Tonne ab Verladestation. Die Exporte sind zum Erliegen gekommen. Sollte trotz der bisher getroffenen Maßnahmen weiterer Weizen exportiert werden, kann es noch zu einem totalen Exportverbot kommen, hieß es bereits letzte Woche in einer Verlautbarung aus Moskauer Regierungskreisen.
Russland hatte in 2014 mit 104 Mio. Tonnen die größte Getreideernte der Post-Sowjetzeit eingefahren aber die Aussichten auf die nächste Ernte sind nicht so rosig, da es zu Auswinterungen und Mangel an Betriebsmitteln wegen der geringen Kaufkraft des Rubels kam. Im Dezember wurden noch 3 Mio. Tonnen Getreide und im Januar 1,1 Mio. Tonnen exportiert.