Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains erhöhe heute in seiner monatlichen Vorhersage seine Schätzung für die diesjährige Weichweizenernte der EU-28 um 1,2 Mio. Tonnen auf jetzt 142,6 Mio. Tonnen, da die Vegetationsbedingungen in Europa zuletzt hervorragend waren.
Damit bleibt die diesjährige Ernte aber immer noch 4 % unter der Rekordernte des letzten Jahres zurück, die mit 149,3 Mio. Tonnen geschätzt wurde. Der Regen Ende April kam gerade noch rechtzeitig, um Schäden nach der Frühjahrstrockenheit zu verhindern. In Spanien, Ungarn und Kroatien sei die Trockenheit aber noch sehr verbreitet. In den Ländern Deutschland, Dänemark, Frankreich, Polen, Schweden und der Tschechischen Republik wurden die Erträge höher geschätzt.
Der Ausblick für die EU-Gerstenernte wurde ebenfalls nach oben korrigiert. Mit 58,6 Mio. Tonnen soll nun 0,5 Mio. Tonnen mehr Gerste als im Vormonat geschätzt zusammen kommen. Das wären 3 % weniger als im Jahr 2014.
Die EU- Maisernte wurde von den Analysten dagegen um 0,6 Mio. Tonnen nach unten revidiert. In vielen Ländern wurde der Anbau reduziert. Die Gesamte Maisernte der EU wird jetzt auf 75,5 Mio. Tonnen geschätzt, 11 % weniger als im Vorjahr.