US-amerikanische Aufsichtsbehörden zeigen sich offen für argentinische Biodiesel Importe. Nationale Anbieter fürchten schon einen Druck auf die Preise für ihre Bio-Energieprodukte. Argentiniens Agentur für Bioenergie (Carbio) hatte bei der US-Umweltschutzbehörde eine Anfrage nach den US-Standards für alternative Bioenergieprodukte ausländischer Anbieter gestellt. Dabei geht es um eine neutrale Zertifizierung des Herstellungsprozess und der Zusicherung, dass die Sojabohnen nicht auf abgeholzten Waldflächen angebaut wurden.
Das grüne Licht aus den USA ermöglicht es dem argentinischen Energieunternehmen, sich von seinen großen Überschüssen zu trennen, die nach einem Handelsstreit mit seinem ehemals größten Abnehmer, der Europäischen Union angehäuft wurden. Nun empfiehlt Carbio seinen Mitgliedern eine gemeinsame Zertifizierung für den US-Markt.
In den USA wird es jetzt wohl in einem ohnehin überversorgten Markt zu noch mehr Konkurrenz bei der Bio-Energie kommen. Für Brasiliens Anbieter ist der US-Markt aber immer noch wirtschaftlich interessant, analysiert ein Washingtoner Energie beratungsunternehmen. Der Vorstand des National Biodiesel Board (NBB) warnt hingegen vor der Öffnung der Fluttore für Südamerikanische Anbieter, zumal es nur wenig Kontrolle über die Einhaltung der vorgegebenen Standards gibt.
Vor drei Jahren hatten sich US-amerikanische Raffinerien, Importeure und andere Anbieter auf einen Standard für die Beimischung von Biodiesel verständigt. Viele Sojabohnen Verarbeiter in Argentinien kaufen ihren Rohstoff auch in Nachbarstaaten wie Uruguay, Peru, und Brasilien.