Der U.S. Winterweizen kommt durch die Trockenheit in schlechterer Kondition aus seiner Winterruhe als üblich, aber sein Zustand ist besser als vor einem Jahr. Das zeigen die Zahlen des ersten „Crop Report“ des USDA für die Saison 2015, der gestern veröffentlicht wurde. Danach sind 44 % des U.S. Wintergetreides in den Top-18 U.S. Staaten in gutem bis exzellentem Zustand. Vor einem Jahr waren es 35 %, im 5-Jahres-Mittel waren es allerdings mit 47 % fast genauso viele Flächen.
Mit milden Temperaturen und Regenfällen findet der Weizen in der Ukraine und in Russland hervorragend gute Konditionen für eine gute Frühjahrsentwicklung vor. Damit kompensieren die Bestände einen teil der schlechten Startbedingungen im Herbst letzten Jahres.
Saudi Arabien kaufte am Osterwochenende in einer internationalen Ausschreibung 780.000 Tonnen Hartweizen und zahlte dafür $230,94/Tonne c&f, sowie $238,22/Tonne. Das sind $30/Tonnen weniger als der U.S. Weizen kostet und $20/Tonnen weniger als der australische Weizen kostet. Da scheint jemand eine sehr bärische Preismeinung zu haben.
Kein Wunder also, dass der U.S. Weizen am CBoT heute Morgen nach seinen 540er Kursen von gestern früh heute deutlich niedriger notiert. Zur Stunde notiert der Mai-Termin auf knappe $5,30 /Bushel.
