Monsanto hat vom USDA nun die endgültige Genehmigung für eine weitere Herbizid-tolerante Sojabohnenzüchtung erhalten. Die Zulassung wird von Umweltschützern stark kritisiert. Die Pflanzengesundheits-Behörde APHIS hat der Züchtung den „non-regulated“-Status erteilt. Jetzt fehlt nur noch die Genehmigung der Umweltschutz-Behörde.
Monsanto hat außerdem die Importgenehmigung für China beantragt. China ist der größte Kunde für US-amerikanische Sojabohnen, war aber in den letzten Jahren sehr zögerlich bei der Erteilung von Einfuhrgenehmigungen für genetisch veränderte Organismen. Monsanto hofft darauf, dass China grünes Licht gibt, damit die neue Züchtung bereits in 2016 an den Markt gehen kann.
Die neue Züchtung ist resistent gegen eine Kombination der Herbizide Dicamba und Glyphosat, die von Monsanto im „Roundup Ready Xtend Crop System“ vertrieben wird. Das ist eine Weiterentwicklung von Roundup, welches auch Glyphosat enthält, gegen das inzwischen viele Unkräuter resistent sind. Roundup wird weltweit im Mais-, Sojabohnen- und Baumwolle-Anbau sehr intensiv eingesetzt.
Verbraucher- und Umweltverbände sowie immer mehr Landwirte beklagen, dass der intensive Einsatz von Herbiziden langfristig Resistenz en provoziert und immer mehr Chemie eingesetzt werden muss. Das zieht Gesundheits- und Umweltprobleme nach sich. Die neue Zulassung beschleunigt die Tretmühle nur zum Vorteil von Monsanto, so die Kritiker. Das neue System von Monsanto wird nach Einschätzung des USDA den Einsatz von Dicamba um das 14-fache steigern. Im Sojabohnenanbau sogar um das 500-fache.