Sonnenblumenöl-Ausfuhren aus der Ukraine werden wohl um 9 % in dieser Saison fallen. Einerseits sei die Produktion gesunken, andererseits hat der größte Käufer Indien eine Importsteuer auf Speiseöle erhoben. Das ukrainische Beratungsunternehmen APK-Inform schätzt den Export in der Saison 2013/14 auf 3,75 Mio. Tonnen, im Vorjahr wurden noch 4,12 Mio. Tonnen ausgeführt.
In Russland seien die Sonnenblumenöl-Exporte sogar um 13 % auf 1,45 Mio. Tonnen gefallen, da die Ernte kleiner ausfiel. Aufgrund der schwierigen politischen Situation sind Exporte schwierig. Die Wechselkurse seien sehr volatil und Indien habe eine Steuer auf Speiseöle von 5 % eingeführt, um eigene Produzenten vor Lieferungen aus Malaysia und Indonesien zu schützen.
Die ukrainische Währung Hrywnja fiel um 30 % gegenüber dem US-Dollar, da die Wirtschaft aufgrund der kriegerischen Handlungen im Osten in eine Krise geraten ist. Auch der Rubel verlor die Hälfte seines Werts seit Juli 2014.
Indiens Importeure haben aber noch keine negativen Auswirkungen wegen der Krise festgestellt und die Verladungen laufen bisher planmäßig. Insofern werden die beiden bedeutendsten Exporteure mit einem Weltmarktanteil von zusammen 77 % kaum Marktanteile verlieren. Der schwindende Absatz wird durch einem generellen Rückgang des Verbrauchs kompensiert.