Auch gestern zeigten sich die Kurse für Weizen an den beiden Börsen wieder mit roten Vorzeichen. An der eCBoT handeln die Kurse heute Morgen ebenfalls mit Verlusten. Auf beiden Seiten des Atlantiks rechnen die Marktteilnehmer mit einem Ende der Seeblocke im Schwarzen Meer. Kommt es zu einer politischen Einigung, wären Sorgen um die globale Weizenversorgung weitestgehend verschwunden. Ersten Berichten zufolge will Russland drei ukrainische Häfen freigeben, besteht aber darauf jedes Schiff zu inspizieren. Der Deutsche Raiffeisenverband hat in seiner fünften Ernteschätzung die Weizenernte für Deutschland aufgrund der Trockenheit leicht nach unten korrigiert. Besser als erwartet hat sich hingegen die deutsche Gerstenernte gezeigt. Im Süden Russlands ist die Ernte bereits in vollem Gange. Der Anteil an Futterweizenqualität scheint hoch zu sein. Die Erträge dürften nach ersten Angaben um bis zu 20 Prozent gegenüber der Vorjahresernte gestiegen sein. Die gestern veröffentlichten US-Exportverkäufe überraschten den Markt und bremsten die Verluste. Angesichts der Währungssituation dürften die Amerikaner es aber grundsätzlich weiter schwer haben am Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein.
Quelle
VR AgrarBeratung AG