Obwohl der Januar noch nicht vorbei ist, so kann man wohl schon vorhersagen, dass die CBoT-Weizenpreise den stärksten Kursverfall in einem Monat seit drei Jahren haben werden. Das weltweite Angebot ist einfach zu groß. Bisher hat der Frontmonat fast 14 % im Januar abgegeben - der größte Monatsverlust seit 2011.
Gestern stabilisierten sich die Kurse nachdem das USDA seine wöchentlichen Exportzahlen mit 544.400 Tonnen bekannt gab. Das waren mehr als erwartet und die größte Menge seit vier Monaten. Außerdem wurden in der Woche bis zum 22. Januar neue Verkäufe über 192.400 Tonnen gemeldet.
Saudi Arabien hat eine Ausschreibung über 660.000 Tonnen Hartweizen laufen. Analysten erwarten aber, dass auch hier die Europäer die Nase vorn haben werden. Insofern muss der Preisverfall in den USA noch nicht zu Ende sein. Solange diese Dynamik anhält, folgen Verkäufer dem Trend, analysiert der Direktor der Commonwealth Bank of Australia Tobin Gorey. Die Hoffnung auf steigende Kurse dürfte sich seiner Meinung nach kurzfristig noch nicht erfüllen.
