Am gestrigen Himmelfahrtstag zeigt sich der Weizenmarkt zweigeteilt. Während die Preise an der Euronext/Matif zulegen konnten, schlossen die Notierungen an der CBoT mit Verlusten. An der Matif ging es für den September-Termin am Donnerstag um 5,00 Euro auf 409,50 Euro nach oben. Damit wurden die Verluste vom Mittwoch größtenteils wieder aufgeholt. Regenfälle im Norden und Osten Deutschlands haben den dortigen Getreideflächen gutgetan. Der UFZ-Dürremonitor weißt jedoch für weite Teile Deutschlands nach wie vor eine ungewöhnliche Trockenheit aus. Die Handelsaktivitäten an den Kassamärkten hierzulande sind überschaubar. Sowohl die alte Ernte als auch die neue Ernte werden jedoch von Nord nach Süd schwächer gehandelt. Der Futtergetreidemarkt zeigt sich ebenfalls ruhig. In Europas größten Weizenanbauland Frankreich zeigt sich weiterhin eine nicht unerhebliche Frühjahrstrockenheit. Für die Kursrücksetzer an der CBoT sorgten vor allem Stornierungen bei den Weizenexporten. Das aktuelle Preisniveau ist vielen Käufer zu hoch. Gleichzeitig melden die Wetterdienste die dringend benötigten Regenfälle in vielen Winterweizengebieten, die auf die Kurse drücken. Die Regenfälle, die angekündigt sind, könnten die Sommerweizenaussaat aber nochmal in Stocken bringen.
Quelle
VR AgrarBeratung AG