Am gestrigen Handelstag konnten die Preise für Weizen ihre Talfahrt vorerst unterbrechen. Der Septembertermin in Paris schloss 6,75 Euro/t höher bei 356,75 Euro/t. Auch in Chicago stiegen die Notierungen für Weizen an. Umgerechnet kostet der Fronttermin Juli hier 321,86 Euro/t. Die Korrektur wurde vor allem von Ausschreibungen wichtiger Importeure ausgelöst. Ägypten ist mit einem Tender am Weltmarkt aktiv, auch diverse asiatische Länder suchen nach der jüngsten Preiskorrektur wieder verstärkt Getreide. Algerien hat jüngst in 740.000 Tonnen nach Angaben europäischer Exporteure eingekauft. Begrenzt wird der Preisanstieg weiterhin durch die rasche Ernte. Auch die Erwartung an die russische Ernte schweben weiterhin über dem Markt. Vorbörslich können die Preise an der eCBoT leicht positiv tendieren. An den Kassamärkten in Deutschland zeigen sich noch vereinzelt Umsätze von Getreide alter Ernte. Die Preisfindung gestaltet sich dabei meist zäh.
Quelle
VR AgrarBeratung AG