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09.18
14:54

Argentinien: Generalstreik legt Hafen lahm

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires haben Zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik von Präsident Mauricio Macri protestiert.
Der Gewerkschaftsdachverband CGT hatte mitgeteilt, die Arbeit werde ab Montagmittag für 36 Stunden niedergelegt. Die Gewerkschaften des öffentlichen Nah- und Schienenverkehrs kündigten an, der Aufforderung zu folgen. Auch Argentiniens wichtigster Hafen für Agrarexporte in Rosario ist betroffen. Ebenso öffentliche Transportdienste und private Frachtversender. Die Finanzmärkte sind geöffnet.
Der Protest richtet sich gegen Sparmaßnahmen, die die Regierung mit dem IWF angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise im Gegenzug für Hilfskredite ausgehandelt hat. Der Währungsfonds hat Argentinien nach einer starken Abwertung der Landeswährung eine Finanzhilfe von maximal 50 Milliarden Dollar gewährt. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung, das Haushaltsdefizit schneller abzubauen. Der argentinische Peso hat seit Jahresbeginn bereits 50 Prozent an Wert zum Dollar verloren. Im Juli lag die Inflation bei fast 20 Prozent, bis zum Jahresende könnten es 30 Prozent sein. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote mit 9,6 Prozent auf dem höchsten Stand seit zwölf Jahren.

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