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08.18
09:33

Australien Farmer können vom US-Handelskonflikt mit China nicht profitieren

Australische Farmer leiden bereits im zweiten Jahr in Folge unter einer ernsten Trockenheit. Sie werden kaum von dem Handelskonflikt zwischen den USA und China profitieren können, weil die großen Feldfrüchte wie Weizen und Sorghum nur kleine Ernte einbringen.
Die vernichtende Trockenheit in ganz Australien wird wohl die Weizenernte beim viertgrößten Getreideexporteur der Welt dezimieren. Für Weizen und Sorghum (Hirse) ist China einer der bedeutendsten Käufer.
China will Getreide- und Ölsaatenimporte aus anderen Ländern außer den USA steigern, da mit den USA ein Handelskonflikt ausgetragen wird. Unterdessen treibt eine Trockenheit in Europa und am Schwarzen Meer die Weizenpreise in die Höhe, während in China die Ernteschätzungen ebenfalls sinken. Auf die Preise kommt es offenbar auch gar nicht an, es ist eine politische Entscheidung Chinas, sich im Wettbewerb um Importzölle zu wehren.
Der australische Winter (Juni bis August) war der wärmste seit Wetterdaten systematisch aufgezeichnet werden und einer der zehnt-trockensten überhaupt.
Die nächste australische Weizenernte wird derzeit auf 20 Mio. Tonnen geschätzt (Vj.: 21,2 Mio. Tonnen). In 2016/17 brachte man dort eine Rekordernte von 31,8 Mio. Tonnen ein. Einige Marktanalysten erwarten nur 13 Mio. Tonnen, wenn es nicht bald Regen gibt.
Chinesische staatliche Agrarexperten diskutieren derzeit darüber, wie man Sojaschrot in den Futtermischungen durch andere Komponenten ersetzen kann. Man will seinen Bauern helfen, höhere Importpreise zu kompensieren und die Lieferungen aus den USA zu senken.
Die Sorghum Produktion in Australien sank im letzten Jahr auf gerade mal 994.000 Tonnen. Das war die Hälfte des Üblichen. Die diesjährige Ernte hängt davon ab, ob es in den (dortigen) Sommermonaten November und Dezember regnet. Unabhängig davon ist jetzt schon sicher, dass für den Export weniger Getreide verfügbar ist, so die allgemeine Meinung auf einer Getreideveranstaltung in Melbourne. Man braucht im eigenen Land mehr Futtermittel weil die Rauhfutterernte ebenfalls klein ausfällt.

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