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Begrenzung der LKW-Zuladung unterläuft Chinas Absatzförderprogramme

Für den jüngsten Anstieg der Maispreise in China wird die landesweite Begrenzung der LKW-Ladekapazitäten verantwortlich gemacht. Das führte nun dazu, dass wieder billigere Futtermittel wie Sorghum aus den USA oder Gerste aus Australien eingeführt werden.
Schärfere Kontrollen von LKW-Überladungen im September, um Straßenschäden und folgenschwere Unfälle zu vermeiden, waren der Grund für einen geringeren Absatz von Mais, der üblicherweise aus den Anbauregionen im Norden Chinas in die Verbraucherregionen im Südes des Großreichs per LKW transportiert wird. Seit Anfang Oktober stiegen die Verbraucherpreise in China um 16 %, obwohl die Regierung in Peking einige Subventionen für die Maisverarbeitende Industrie beschloss. Zudem verzögerte feuchtes Wetter die letzte Ernte.
Das führte zu einer unerwarteten Nachfrage nach Getreide aus dem Ausland, das als Ersatz von Mais in den Futterrationen gilt. US-Sorghum kostet franko südchinesischer Entladehäfen 1.600 yuan oder umgerechnet 240 USD/to. Mais aus der inländischen Produktion kostet franko Shenzhen hingegen 2.040 yuan und Futtergerste aus Australien lediglich 1.500 yuan pro Tonne.
Ende Oktober orderten chinesische Käufer 20 Schiffe US-Sorghum mit zusammen über 1 Mio. Tonnen, die bis Februar 2017 eintreffen sollen. Für das Wirtschaftsjahr 2016/17 wird der Sorghum-Import zwar deutlich kleiner ausfallen als im vorherigen Wirtschaftsjahr, einen derartigen spontanen Anstieg hatte aber niemand erwartet, da Chinas Maisernte rekordverdächtig groß ausfiel. Außerdem sind mindestens drei Schiffe mit Gerste aus Australien nach China unterwegs und es gibt weitere Nachfragen, so Getreidemakler in Singapur.
China ist weltweit der größte Sorghum-Importeur und der zweitgrößte Importeur von Futtergerste.
Nachdem China in diesem Jahr seine Getreideintervention quasi abgeschafft hat, weil die staatlichen Reserven mit 250 Mio. Tonnen bereits den Konsum eines ganzen Jahres übersteigt, wurden diverse Maßnahmen zu Steigerung der Inlandsnachfrage ergriffen. Jetzt will die Regierung in Peking für mehr Transportkapazitäten sorgen.

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