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Beide Euronext-Weizensilos voll

Den Haltern von Verkaufskontrakten auf den Pariser Weizenterminkontrakt stehen zurzeit keine weiteren Kapazitäten in den beiden einzigen Euronext-Silos von Soscomac und Senalia mehr zur Verfügung. Bereits im letzten Monat hatte Senalia bekannt gegeben, dass der Lagerraum für eine Abwicklung von Terminkontrakten erschöpft sei. Gestern traf auch Socomac die Entscheidung, vorerst keine weiteren Börsen-Weizen anzunehmen.
Nach einer regenreichen Erntephase gibt es in Frankreich viele schwachen Weizenqualitäten, die den Export von dort lähmen, sodass sich große Lagerbestände in den Häfen auftürmen. Die zur Verfügung stehen Lagerräume sind inzwischen generell knapp.
Mit der ersten Fälligkeit eines Weizenfutures aus der 2014er Ernte hat die Pariser Börse im Nordfranzösischen Rouen jetzt zwei Silos als Lieferpunkte für die physische Erfüllung von Weizenfutures autorisiert: Socomac und Senalia.
Branchenkenner stellen sich nun die Frage, wie die physische Kontrakterfüllung aus der problematischen Ernte 2014 mit dem begrenzten Lagerflächen funktionieren soll. Vertreter der Börse sagten gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters, dass bereits eingelagerter Weizen von der Aussetzung der Warenannahme nicht betroffen sei. Die Silos seien zurzeit zwar voll und eine Weizenanlieferung ist deshalb zurzeit nicht möglich, das kann sich aber während der verbleibenden 20 Handelstage noch ändern. Möglicherweise werden die Silos in den kommenden vier Wochen wieder Börsenlieferungen annehmen können.
Die Silobetreiber hatten sich im Sommer auf einheitliche Annahmebedingungen für Börsenlieferungen verständigt, die über die Euronext-Kontraktspezifikationen hinausgehen, um handelsübliche Exportqualitäten sicher zu stellen. Das verursachte am Markt einiges an Verwirrung darüber, welche Qualität der Matif-Weizen denn nun habe. Inzwischen hatte die Börse Marktteilnehmer dazu befragt, welche Kontrakt-Anpassung zu den marktüblichen Annahmebedingungen gewünscht sei.
Die November-14-Fälligkeit des Matif-Weizen wird nun mit Spannung beobachtet. Obwohl die Weizenpreise ein vier-Jahres-Tief erreicht haben, scheint eine physische Andienung über die Terminbörse für Marktteilnehmer gegenüber dem aktuellen Kassamarkt eine Option zu sein.

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