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Beim Weizen bleiben die Blicke auf das Schwarze Meer gerichtet

Zum Wochenauftakt ging es für die Weizenkontrakte an der Euronext/Matif in Paris gen Süden. Der Dezember-Termin verlor deutliche 5 Euro und schloss bei 238,50 Euro/t. Insbesondere die Situation am Schwarzen Meer spiegelt sich gestern in der Kursentwicklung wider. Durch die Angriffe auf ukrainische Häfen auch an der Donau schätzen viele Experten das Exportpotenzial des Landes geringer ein. Russlands üppige Ernte drückt zudem auf die globalen Exportpreise. Diese sind in Russland im Wochenvergleich laut Angaben des Analystenhauses IKAR um 5 US-Dollar je Tonne auf 235 US-Dollar/t gefallen. Gleichzeitig schätzt IKAR, dass im September bis zu 4,9 Mio. Tonnen Weizen exportiert werden dürften, das wären rund 800.000 Tonnen mehr als im September des Vorjahres. Gestützt wird der Markt insgesamt durch eine gute Nachfrage aus China. Nach offiziellen Angaben hat das Reich der Mitte im August 840.000 Tonnen Weizen eingeführt und damit fast 58 Prozent mehr als im August 2022. Auch auf Sicht des bisherigen Gesamtjahres wurden rund 53 Prozent mehr Weizenmengen in China eingeführt. An der CBoT ging es für Weizen ebenfalls abwärts. Die wöchentlichen Exportverladungen enttäuschten mehrheitlich und lagen sowohl unter dem Volumen der Vorwoche als auch der Vorjahreswoche. Im nachbörslich veröffentlichten Crop-Report gab das USDA bekannt, dass die Sommerweizenernte zu 93 Prozent abgeschlossen ist, was auch dem durchschnittlichen Tempo der vergangenen Jahre entspricht.  Die Aussaat von Winterweizen ist auf 15 Prozent der angepeilten Flächen erfolgt und das Aussaattempo damit etwas langsamer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. In Australien ist es derzeit außergewöhnlich heiß. Die Temperaturen liegen bereits jetzt je nach Region zwischen 8 und 12 Grad höher als im Durchschnitt und für die kommenden Tage werden nochmals steigende Temperaturen erwartet, so dass sich Farmer und Marktbeobachter große Sorgen um die Weizenbestände machen. Auch heute Morgen tendieren die CBoT-Kurse vorbörslich schwächer.

Quelle
VR
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