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08.18
09:24

Besorgnis über russische und ukrainische Mahlweizenausfuhren

Die Ukraine und Russland haben weniger Mahlweizen geerntet als ursprünglich erwartet. Während der Ernte hatte es geregnet und die Getreidequalität verschlechtert. Möglicherweise gibt es bald Exportbeschränkungen, so die Erwartung von Marktbeobachtern.
Kiew und Moskau haben übereinstimmend gesagt, dass es keine Notwendigkeit für Exportrestriktionen gibt. Aber die Landwirtschaftsminister der beiden exportorientierten Länder beobachten die Lage am Getreidemarkt ganz genau.
Es muss damit gerechnet werden, dass hohe Weizenausfuhren, die Preise für das Grundnahrungsmittel Brot steigen lässt und die Inflation anfeuert. Die Währungen beider Länder sind aktuell sehr schwach. Der Rubel notiert auf dem niedrigsten Stand seit April 2016, die Landeswährung der Ukraine Hrywnja ist so schwach, wie seit Januar nicht mehr.
So haben beide Länder unzweifelhaft Grund genug, um ihre Getreideausfuhren zu kontrollieren. Seit Mitte August sind deshalb die Besprechungen des russischen Agrarministers mit den Exporteuren in den das öffentliche Interesse gerückt.
Für den Fall dass ab Dezember Exportzölle erhoben werden, beeilen sich die Exporteure inzwischen die Ausfuhren so früh wie möglich abzuwickeln. So könnte es kommen, dass die Ukraine noch vor dem Jahresende 6 Mio. Tonnen Mahlweizen ausführt. Da man aber im gesamten Wirtschaftsjahr bis 30.06.2019 nur mit Ausfuhren von 8 Mio. Tonnen rechnet, sollte es bald zu staatlichen Eingriffen kommen.
Russland hat bereits angekündigt, dass 25 Mio. Tonnen Weizenausfuhren zu Exportbeschränkungen führen sollen. Seit dem 1. Juli sind es bis heute 6,4 Mio. Tonnen. Die hohen Weltmarktpreise haben gute Exporte beflügelt. Die schwache russische Währung tut sein übriges. Das Angebot an Qualitätsweizen ist in diesem Jahr auch nicht so groß wie im Vorjahr. Damals hatten 65,2 % Weizen Mahlqualität, in diesem Jahr sind es in einigen Regionen nur 44 %.
Falls die Weizenpreise am Weltmarkt in den kommenden Wochen weiter steigen, dürfte es sofort zu Exportbeschränkungen in Russland kommen, so die Schlussfolgerung der Marktkenner.

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