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08.18
09:34

Brasilien: Zwangspause für Glyphosat

Ein Gericht in Brasilien hat den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat ausgesetzt, melden heute morgen der Deutschlandfunk sowie weitere Quellen übereinstimmend. Laut Beschluss dürfen neue Produkte mit der Chemikalie nicht mehr angemeldet werden, bestehende Zulassungen werden in den kommenden 30 Tagen aufgehoben. Die Maßnahme soll in Kraft bleiben, bis die Regierung über die Giftigkeit von Glyphosat entschieden hat. Auch das Insektenvernichtungsmittel Abamectin und das Anti-Pilz-Mittel Thiram dürfen zunächst nicht mehr eingesetzt werden. In Brasilien werden genetisch veränderte Varianten von Sojabohnen, Mais und Baumwolle eingesetzt, die gegen Glyphosat resistent sind. Das Land ist der weltgrößte Exporteur von Sojabohnen, insbesondere wegen der Nachfrage aus China. Glyphosat wird von Umweltverbänden für das Artensterben und die Entstehung resistenter Unkräuter verantwortlich gemacht. In den USA wurde zudem im Juli eine Klage zugelassen, der zufolge Roundup krebserregend sein soll. Monsanto hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Auch in Deutschland wird über den Einsatz von Glyphosat gestritten. Glyphosat ist Kernbestandteil des Mittels Roundup der Bayer-Tochter Monsanto.

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