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Brasiliens neues Frachtengesetz stört den Handel mit Getreide und Ölsaaten

Der Lebensmittelproduzent und Rohstoffhändler Cargill teilte gestern in Brasilien mit, dass die Frachtkostenpolitik des Landes einen maßgeblichen Einfluss auf den Getreidehandel habe und die Kosten des weltweit größten Sojaproduzenten treibe.
Die neuen Frachtregelungen in Latein Amerika behindern die Vorverkäufe von Getreide und verschlechtern die Effizienz des gesamten Transportsystems.
Sie sehen vor, dass jetzt nur noch ein Mindestfrachtsatz vorgeschrieben ist. Das hatten die Spediteure in einem landesweiten Streik im Mai durchgesetzt. Die Getreidehändler beklagen, dass die Frachtraten zu hoch angesetzt sind.
Die Exporteure müssen jetzt überlegen, wie sie zukünftig in Brasilien handeln wollen, weil die Veränderungen die Angebotskette und das Vertrauen in eine nachhaltige Expansion des Agrarbusiness stören.
Händler und Verarbeiter können sich nicht dazu verpflichten, in den Häfen oder ihren Anlagen Getreide zu kaufen und das Transportwesen den Landwirten oder Genossenschaften zu überlassen. Das wäre ja so, als ob man das Getreide ab Hof kaufen würde. Die Rohstoffhändler wären so gezwungen, eigene Speditionen zu unterhalten, um die Kosten kontrollieren zu können.
Das würde zur Folge haben, dass es ein Überangebot an Frachtkapazitäten gibt und der Speditionsbranche nicht gut tun.
Die Neuregelung des brasilianischen Frachtenmarktes wurde in diesem Monat vom Kongress beschlossen und liegt nun Präsident Temer zur Unterschrift vor, bevor es dann zum Gesetz wird.
Der Bundesgerichtshof prüft noch die Rechtmäßigkeit von festen Frachtsätzen, die bereits durch die Kartellbehörden kritisiert wurden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH /

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