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12.23
09:32

China importiert weniger Weizen

Der Druck am Weizenmarkt hält weiter an. Auch gestern gaben die Kurse nach einer kurzen Erholung am Montag wieder nach. Der Frontmonat März schloss um einen Euro tiefer bei 223,00 Euro je Tonne. Auch an den Kassamärkten zeigen sich rückläufige Preistendenzen. Auf Großhandelsebene gaben Brot- und Futterweizen im Schnitt um 2 Euro je Tonne nach. Der Handel insgesamt ist überschaubar, kleinere Partien werden hier und da noch gehandelt, franko Südoldenburg werden aktuell für Futterweizen 216 Euro/t aufgerufen, Lieferungen zwischen Januar und März 2024 werden um die 220 Euro/t gehandelt. Für das erste Quartal rechnen viele Marktteilnehmer aber auch mit neuen Offerten aus Polen und Tschechien, die zumeist günstiger offeriert werden. Europa hat bis zum 17.12. in den ersten 25 Kalenderwochen dieses Wirtschaftsjahres 13,98 Mio. Tonnen Weizen exportieren können. Das sind 2,56 Mio. Tonnen weniger als zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr. Ägypten hat in einem Tender 480.000 Tonnen Weizen gekauft zur Lieferung im Februar. Berichten zur Folge kommen diese Mengen komplett aus Russland. An der CBoT ging es für Weizen gestern bergauf. Der Frontmonat März schloss um 5,75 US-Cents fester bei 622,75 US-Cents/bu (208,34 Euro/t). Der schwächere US-Dollar gibt Unterstützung, insgesamt aber sehen viele Marktteilnehmer die jüngste Aufwärtsbewegung technisch bedingt und weniger fundamental. Denn die Exportnachfrage schwächelt weiter. Die der jüngsten Ausschreibung aus Saudi-Arabien haben die USA keine Rolle gespielt und die chinesischen Importdaten zeigen, dass auch deren Bedarf zurückgeht. Wie Chinas Behörden gestern mitteilten, wurden im November 660.000 Tonnen Weizen importiert, im November des Vorjahres waren es immerhin noch 1,01 Mio. Tonnen. Insgesamt hat China in den bisherigen elf Monaten dieses Jahres rund 29,4 Prozent weniger Weizen importiert als im selben Zeitraum des Jahres 2022.

Quelle
VR AGRICULTURE
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