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08.20
08:06

China kauft weiterhin große Mengen von französischem Getreide

Die starke chinesische Nachfrage nach französischem Getreide hält offenbar an. Gefördert wird das von einem politischen Zwist zwischen China und Australien, woher China bisher den größten Teil seiner Gerstenimporte bezog. Händler und Analysten wundern sich, denn Frankreichs Getreideernte enttäuschte in diesem Jahr.
Für die Verschiffung von Weizen in der ersten Hälfte der Vermarktungssaison 2020/21 wurden bisher rund ein Dutzend Panamax Schiffe gebucht. Das entspricht einer Menge von rund 700.000 Tonnen. Ausweislich verschiedener Hafenregister wurden davon schon 200.000 Tonnen ausgeführt.
Chinas Nachfrage bleibt zu Beginn der neunen Saison sehr dynamisch, sagt ein Sprecher des französischen Beratungsunternehmens Agritel. Und das sei gut so, denn die Weizennachfrage aus anderen Ländern sei derzeit noch mau.
Während Frankreichs Angebot beschränkt ist und wegen seiner kleineren Ernte am Weltmarkt auch kaum wettbewerbsfähig ist, kaufen die Chinesen unbeirrt weiter. Nach den WTO-Regeln hat China seine Weizenimportquote aus Frankreich noch nicht ausgefüllt. China will den Bezug seiner Agrarimporte diversifizieren, um die Abhängigkeit von wenigen großen Überschussregionen der Welt wie den USA und Brasilien nicht zu groß werden zu lassen.
Sind erst die Quoten erfüllt und der französische Weizen am Weltmarkt zu teuer, dann werden die Ausfuhren am Ende wohl deutlich unter denen der vorherigen Saison bleiben.
Bisher sind auch schon 700.000 Tonnen Gerste aus Frankreich verladen oder werden gerade verladen. Am Ende könnten in dieser Saison eine Mio. Tonnen französischer Gerste nach China gegangen sein. Im Mai hatte China auf Gerste aus Australien Strafzölle erhoben, davon profitiert jetzt Frankreich.
Der inzwischen recht hohe Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar dürfte aber bald dafür sorgen, dass demnächst die Ukraine und Kanada mehr Gerste nach China liefern können.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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