18.
06.15
11:06

China verwirft nun auch sein Interventionssystem für Rapssaat

China nimmt in diesem Jahr Abstand von seinem Interventionsprogramm für Rapssaat und will stattdessen in fünf Anbauregionen Landwirten und Ölmühlen Subventionen anbieten. Damit soll erreicht werden, dass die staatlichen Vorräte abgebaut und billige Import vermieden werden. Bereits im letzten Jahr hatte Peking die Intervention von Baumwolle und Sojabohnen aufgegeben, um dem Spiel zwischen Angebot und Nachfrage mehr Bedeutung zu verschaffen und vom Staat gezahlte künstlich hohe Preise zu vermeiden. Die Zentralregierung hatte immense Summen dafür aufgewandt, um über die Intervention die Einkommen im ländlichen Raum zu stützen. Trotzdem waren Jahr für Jahr die Anbauflächen für Raps kleiner geworden.
Das bisherige Interventionsprogramm, das in 2008 eingeführt wurde, hat zu einem staatlichen Bestand von fast sechs Mio. Tonnen Rapsöl geführt, wofür jährlich Lagerkosten in Höhe von $241,6 bezahlt werden müssen. Die lokalen Rapspreise wurden durch die Intervention auf ein fast 40 % höheres Niveau als am Weltmarkt getrieben, davon profitierte insbesondere der Exporteur Kanada. Ein Ende der bisherigen Interventionspolitik würde die Importe aus China begrenzen und auch den globalen Rapspreis unter Druck setzen.
Das nationale Angebot an Rapssaat aus dem lokalen Anbau wird nach Expertenschätzungen im CNGOIC in 2015/16 um 800.000 Tonnen steigen. Chinas Importe könnte dann um 6 % auf 4,8 Mio. Tonnen sinken. In 2014/15 waren es noch 5,1 Mio. Tonnen. Andere Schätzer gehen von nur noch 4,2 Mio. Tonnen Importen aus.
Details zu den Subventionen hat die Regierung noch nicht mitgeteilt. Das erschwert den lokalen Ölmühlen den Einkauf aus der nächsten Ernte, da Landwirte nicht bereit sind, zu 40 % niedrigeren Preisen zu verkaufen, als im Vorjahr.

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