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08.18
08:29

Chinas Schweinemäster arbeiten unwirtschaftlich

Der größte Teil der neuerlich in China expandierten Schweineastbetriebe arbeitet unwirtschaftlich weil die Produktionskosten steigen. Außerdem hat einer der großen Schweinefutterproduzenten Chinas den ersten Verlust seit Jahren ausgewiesen. Das erklärte gestern das in Peking ansässige Unternehmen Dabeinong Technology in einer Bilanzpressekonferenz. Schuld an der Misere seien außerdem steigende Kosten für Futterrohstoffe wie Sojaschrot.
Dieser Kommentar zeigt auf, in welchem Zustand sich Chinas Schweineindustrie sich befindet. Die Schweinebestände wuchsen in den vergangenen Jahren zu schnell und die Mäster erzeugten zu viel Schweinefleisch in einer Zeit als die Nachfrage dafür stagniert.
In der Meldung wird kein Wort über den eskalierten Handelsstreit zwischen den USA und China verloren. Im Wettlauf um die Importzölle erhöhte China die Einfuhrabgaben um 25 %, was direkten Einfluss auf die Inlandspreise hatte.
Die Kurse der Sojaschrotfutures erreichten im April ein Rekordhoch als der Handelsstreit eskalierte. Letzte Woche lagen die Preise nur noch 1 Yuan unter der Kursspitze.
Im Q2/2018 wies die Firma einen Verlust vor Steuern von 76,9 Mio. Yuan aus. Im Vergleich dazu wurde im Q2/2017 ein Gewinn in Höhe von 227,4 Mio. Yuan versteuert.
Die Bilanz beinhaltet noch nicht den Zeitraum, in dem in China der erste Fall von afrikanischem Schweinefieber (ASF) auftrat. Inzwischen sind drei ASF-Fälle bekannt geworden und die Aktienkurse der großen Schweinmastkonzerne verloren bereits um 10 %.

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