29.
12.16
11:31

Chinas Schweinemäster machen weniger Gewinn

In Erwartung des Neujahrsfest Ende Januar haben die chinesischen Schweinemäster nur wenig Freude. Während sie für den höchsten Bedarf im Jahr produziert haben, sinken die Erzeugerpreise und die Futterkosten steigen.
Nachdem die Schweinepreise im Juni auf ein Rekordniveau stiegen, gab es eine Welle von Fleischimporten, die die Preise in China um 10 % senkten. In der Zwischenzeit sind die Preise für Sojaschrot in der Hochburg des chinesischen Schweinemast in Sichuan auf ein 2 ½ -Jahres – Hoch gestiegen, da viel Mäster ihre Bestände aufstockten, um für die hohe Nachfrage zum Neujahrsfest gerüstet zu sein.
Vor der erwarteten Nachfrage-Orgie zum Neujahrsfest, die immerhin bis zu einem Viertel des Jahresbedarfs ausmacht, haben sich die Gewinne der Mäster halbiert. Lebensmittelskandale und Sparmaßnahmen der privaten Haushalte begrenzen den Hunger nach dem Lieblingsfleisch der Chinesen. Schaf- und Geflügelfleisch verschärfen den Wettbewerb. Vor der heißesten Jahreszeit für die Fleischbranche steigt die Nachfrage der Konsumenten nach Schwein langsamer an, als üblich.
In Sichuan, wo 10 % der chinesischen Schweineproduktion stattfindet, haben sich die Gewinne seit Mai um 45 % auf 650 yuan pro Schwein reduziert. Damals wurden die höchsten Preise seit 2009 erzielt. Im kommenden Jahr rechnen Experten nur noch mit 300 bis 400 yuan pro Schwein, was aber immer noch mehr ist, als im Durschnitt der letzten Jahre. Im Jahr 2016 wurde Geld verdient und 2017 schreiben wir Verluste, so die Furcht eines Sauenhalters in der östlichen Provinz Shandong.
In den beiden Monaten vor dem chinesischen Neujahrsfest werden in China 140 Mio. Schweine geschlachtet. Das sind 20% der jährlichen Schlachtungen. Der Schweinepreis in China notiert aktuell auf umgerechnet auf 3,85 €/kg und damit auf dem tiefsten Stand in diesem Jahr. Kurz vor dem Schlachttermin sind die Futterkosten am höchsten. Im Durchschnitt wird ein Mastschwein 90 kg schwer. Futtermittel (50% Sojaschrot und 50 % Mais) im Wert von über fünf Mrd. Euro kommen zum Einsatz. Da der Bedarf zum Winter hin steigt, sanken die Vorräte auf 363.5000 Tonnen an Sojaschrot zuletzt auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Die Mäster weichen teils schon auf andere Futterkomponenten wir Sorghum und DDGs oder Rapssaat aus.
Analysten erwarten für China, dass die Schweinepreise im neuen Jahr unter Druck bleiben, da das Angebot an Fleisch zunimmt und die Importe gestiegen sind.
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