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Der Iran denkt über Weizenexporte nach

Der Iran plant, seine Weizenexporte zu steigern, um seine großen Überschüsse, die durch die Regierungspläne zur Erlangung einer vollständigen Eigenversorgung entstanden sind, abzubauen. Trotzdem müssen weiterhin bestimmte Qualitäten importiert werden, um die Bedürfnisse der lokalen Müller befriedigen zu können.
Die Regierung in Teheran hat dem Weizenanbau trotz sinkender Wasserressourcen eine große Priorität eingeräumt, da das Getreide zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln im Iran gehört. Jetzt sollen aber die Exporte wieder belebt werden, nachdem im Frühjahr alle Importe gestoppt wurden.
Inzwischen sind die Vorräte auf 12 Mio. Tonnen angewachsen, was Exporte von 3 bis 4 Mio. Tonnen erlauben würde, so Verbandsvertreter. Man benötigt diese Mengen nicht, aber die richtigen Qualitäten mit höheren Gluten-Werten, müssen trotzdem noch importiert werden.
Die diesjährige Weizenernte im Iran war 13,5 Mio. Tonnen groß, die größte Ernte seit 9 Jahren. Der von der Regierung garantierte Erzeugerpreis wird in der nächsten Saison von 12.700 Rials per Kilo (398 $/to) auf 14.000 Rials per Kilo ($438 USD/to) angehoben. Zum Vergleich: Ägypten kaufte in der letzten Ausschreibung russischen Weizen für 192,5 USD/to + Frachtkosten.
Der Iran importierte in den vergangenen Jahren ebenfalls am Weltmarkt Weizen, um die Lebensmittelversorgung im Land während der internationalen Sanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms sicherzustellen. Die Sanktionen wurden aufgrund diplomatischer Bemühungen im Juli 2015 aufgehoben.
Daraufhin ordnete die Regierung in Teheran den Stopp der Weizenimporte an. Im ersten Halbjahr wurden noch 1,5 Mio. Tonnen importiert worden. Jetzt will der Iran auch Weizenmehl exportieren, man ist derzeit damit im Nachbarland Irak aber gegen die Türkei nicht wettbewerbsfähig.
Der Iran hat Mahlkapazitäten von rund 20 Mio. Tonnen, der Inlandsverbrauch ist aber nur 12,5 Mio. Tonnen.

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