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10.14
11:08

Ein schwacher El Nino gut für Argentinien und Paraguay – nicht für Brasilien

Das Wetterphänomen El Nino wird nach den Erwartungen von Wetterexperten in diesem Jahr nur schwach ausgeprägt sein. Davon werden Argentiniens und Paraguayische Sojabohnen-Anbaugebiete profitieren, so die Meteorologen. Der nördliche Nachbar Brasilien wird hingegen Probleme mit längeren wolkigen und feuchten Wetterperioden bekommen, da die Pilzkrankheit „Asiatische Sojabohnen Rost“ signifikante Verluste bringen dürfte.
Die Top-4 der Sojabohnenproduzenten der Welt sind Brasilien, die USA, Argentinien und Paraguay. Sojabohnen und deren Nebenprodukte sind die wichtigste Quelle von pflanzlichem Eiweiß. Damit stillt die Welt den Hunger der inzwischen fast 9 Mrd. Menschen umfassenden Weltbevölkerung.
El Nino zeichnet sich durch schwache Winde in der Äquatorialen Zone des Pazifik aus, der das Meerwasser stärker als üblich erwärmt und Argentinien und den Süden Brasiliens mit mehr oder weniger starken Regenfällen versorgt, während andere Teile der Welt unter Trockenheit leiden. Über die Jahre hat das Phänomen an Bedeutung gewonnen. In diesem Jahr wird allerdings nur eine milde Ausprägung erwartet. Argentiniens Böden dürften dadurch ausreichend mit Wasser versorgt werden, sodass im kommenden Monat ideale Aussaatbedingungen für die nächste Bohnenernte vorherrschen sollten.
Das USDA schätzt, dass Brasilien in dieser Saison 46,7 Mio. Tonnen und Argentinien 8,5 Mio. Tonnen Bohnen exportieren können. Argentinien exportiert darüber hinaus große Mengen an Sojaschrot als Tierfutter und Sojaöl für die menschliche Ernährung und zur Herstellung von Biodiesel.
Der El Nino-Effekt dürfte in diesem Jahr lange Perioden feuchten und wolkigen Wetters mit niedrigen Temperaturen bringen, sodass die Pilzkrankheit nicht die einige Auswirkung des Wetters sein dürfte. Ein stärkerer El Nino hätte dagegen auch Brasiliens Soja-Gürtel erreicht und mehr Niederschläge gebracht. Paraguay hingegen kann mit einer Rekordernte von 10 Mio. Tonnen Sojabohnen rechnen. Es wird eine gute Bodenfeuchte und regelmäßige Regenfälle vorhergesagt, sodass dort eine normale bis sehr gute Ernte wahrscheinlich ist.

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